Aquarell ist einzigartig, weil Sie von hell nach dunkel arbeiten und Werte durch transparente Schichten aufbauen. Die Planung Ihrer Werte, bevor Sie beginnen, ist entscheidend.
Das Weiß des Papiers ist Ihr hellstes Licht. Sobald Sie über einen Bereich malen, können Sie nicht mehr zu reinem Weiß zurückkehren. Planen Sie, wo Ihre Lichter sein werden, bevor Sie beginnen.
Warum Aquarell anders ist
- Sie können kein Weiß hinzufügen: Das Papier ist Ihr hellster Wert
- Hell über Dunkel funktioniert nicht: Sie müssen von blassen Lasuren zu tiefen Schatten aufbauen
- Jede Schicht scheint durch: Vorherige Schichten beeinflussen den endgültigen Wert
- Planung ist entscheidend: Sie müssen wissen, wo Lichter hingehen, bevor Sie malen
Wie Schichten Wert aufbauen
Jede transparente Lasur fügt Wert hinzu. Die meisten Aquarelle verwenden 3-4 Schichten:
Erste Lasur
Sehr blass und wässrig. Etabliert die hellsten Mitteltöne. Ihre erste Lasur sollte fast zu hell aussehen.
Zweite Lasur
Sobald sie trocken ist, fügen Sie eine zweite Schicht über Bereiche hinzu, die dunkler sein müssen. Schichten kombinieren sich optisch.
Dritte Lasur
Fügen Sie den dunkelsten Bereichen hinzu—tiefe Schatten, dunkle Objekte. Drei Schichten schaffen reiche Dunkelheiten und bleiben dabei leuchtend.
Endgültige Dunkelheiten
Für die tiefsten Dunkelheiten benötigen Sie möglicherweise vier oder mehr Schichten. Verwenden Sie weniger Wasser und mehr Pigment.
Planung mit der App
- Analysieren Sie Ihr Referenzbild: Laden Sie es in Value Study und vereinfachen Sie es auf 3-4 Werte.
- Kartieren Sie Ihre Schichten: Weiße Bereiche bleiben unbemalt. Helle Bereiche erhalten 1 Lasur. Mitteltöne erhalten 2 Lasuren. Dunkelheiten erhalten 3+ Lasuren.
- Malen Sie von hell nach dunkel: Arbeiten Sie in Phasen über das gesamte Gemälde. Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen.
Halten Sie eine vereinfachte Value Study neben Ihrem Arbeitsplatz. Beziehen Sie sich ständig darauf, um zu vermeiden, dass Sie zu schnell zu dunkel werden.
Zwei Haupttechniken
Lasieren
Tragen Sie eine Lasur auf, lassen Sie sie vollständig trocknen und fügen Sie dann eine weitere hinzu. Maximale Kontrolle über Werte mit scharfen Kanten.
Am besten geeignet für: Kontrollierte Studien, architektonische Motive, detaillierte Arbeiten
Nass-in-Nass
Tragen Sie nasse Farbe auf nasses Papier auf. Farben mischen sich und Werte verschmelzen sanft mit organischen Übergängen.
Am besten geeignet für: Himmel, weiche Hintergründe, atmosphärische Effekte, lockere Stile
Die meisten Gemälde verwenden beide Techniken kombiniert.
Häufige Fehler
- Zu schnell zu dunkel werden: Erste Lasuren sollten fast zu blass aussehen. Sie können immer mehr Schichten hinzufügen.
- Weißtöne nicht bewahren: Markieren Sie Ihre Weißtöne mit Bleistift oder Maskierflüssigkeit, bevor Sie beginnen.
- Matschige Mitteltöne: Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen. Verwenden Sie sauberes Wasser und Pinsel. Begrenzen Sie sich auf 3-4 Schichten in den meisten Bereichen.
- Harte Wertübergänge: Bauen Sie allmählich auf. Schaffen Sie Übergangszonen mit mittleren Werten.
Machen Sie ein Foto Ihres Gemäldes und laden Sie es in Value Study. Verwenden Sie die Pipette, um zu sehen, ob Ihre Werte Ihrem Plan entsprechen. Wenn ein Bereich zu hell ist, fügen Sie eine weitere Schicht hinzu.
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